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Im Zuge der fehlenden Planungssicherheit aufgrund der Corona-Pandemie werden die beiden Themenmessen «inhaus» und «die50plus», die anfangs März stattgefunden hätten, abgesagt. Die «Schlaraffia» wird auf Wunsch der Aussteller auf Ende Mai 2021 ver-schoben.

Die aktuellen Voraussetzungen der Corona-Pandemie und die fehlende Pla-nungssicherheit lassen keine Durchführung der Weinfelder Frühlingsmessen in der bisherigen Form im März zu. Währenddem sich die Aussteller der «inhaus» und der «die50plus» für eine Verschiebung der Messe auf 2022 aussprechen, ist die Mehrheit der Aussteller der «Schlaraffia» für eine Durchführung im 2021 – allenfalls aber zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr.

Hoffnungsschimmer für die «Schlaraffia»
Die nächste Bau- und Wohnmesse «inhaus» sowie die «die50plus», die Ost-schweizer Messe für die zweite Lebenshälfte, finden demnach zum nächsten Mal vom 4. bis 6. März 2022 statt. Um den Ausstellern der Wein- und Ge-nussmesse «Schlaraffia» dennoch die Präsentation ihrer Produkte und den Be-suchern das Degustieren von Genussprodukten zu ermöglichen, wird diese vorerst auf Ende Mai (27. – 30. Mai 2021) verschoben. Da auch dann noch mit den Auswirkungen des Corona-Virus zu rechnen ist, werden auch alterna-tive Durchführungsformen geprüft. Voraussichtlich im Februar werden die Schlaraffia-Macher entscheiden, ob eine Ersatzveranstaltung durchgeführt werden kann.

Verlust für regionale Wertschöpfung
Die drei Frühlingsmessen in der Thurgauer Messe-Hauptstadt Weinfelden sind jeweils eine wichtige Präsentations-Plattform für knapp 300 Aussteller-Firmen aus den Themenbereichen Wohnen/Bauen, zweite Lebenshälfte und Genuss-produkte. Jährlich informieren sich im Rahmen dieser Veranstaltungen 18'500 Besucherinnen und Besucher über Produkte und aktuelle Trends.

Veranstaltungen tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft anzukurbeln und spielen eine identitätsfördernde Rolle für die Bevölkerung. Deshalb soll in Weinfelden ein Thurgauer Kultur- und Erlebniszentrum für kulturelle, wirtschaftliche, touristische und sportliche Anlässe entstehen. Integriert wäre auch eine Thurgau-Markthalle mit heimischen Nahrungs-, Genuss- und Heilmitteln.

Wiederkehrende Veranstaltungen tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft anzukurbeln und generieren nachhaltig eine hohe Wertschöpfung für die regionale Volkswirtschaft. Zudem haben Events aller Art einen wichtigen emotionalen Effekt: Die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit ihrer Heimat, wenn dort stimmige, als positiv erlebte Veranstaltungen stattfinden. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen ein wichtiges Instrument im Standort-Marketing für den Thurgau – sowohl nach aussen als auch nach innen. Nebst mehreren lokalen Veranstaltungsstätten fehlt bisher aber eine Infrastruktur für grössere Veranstaltungen. Eine multifunktionale Kultur- und Eventhalle in der Messe-Hauptstadt Weinfelden soll nun diese Lücke füllen. Die Initianten von MESSEN WEINFELDEN haben zusammen mit der Stadt Weinfelden ein entsprechendes Konzept für den Projektwettbewerb zur Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf der Partizipationsscheine der Thurgauer Kantonalbank eingereicht.

Flexibel nutzbare Markt- und Eventhalle
Die eigentliche Vision dazu stammt aus der «Strategie Thurgau 2040». Dort spricht der Regierungsrat ganz konkret von einer «flexibel nutzbaren Markt- und Eventhalle». Um die Marke Thurgau noch besser erlebbar zu machen, soll auch eine Art «Thurgau-Markt» angegliedert werden, in dem regionale Spezialitäten und Genussprodukte, sowie aus der Region stammende Heilmittel angeboten und präsentiert werden. Die dort inszenierte Erlebniswelt könnte jeweils vor den Veranstaltungen für die Besucher geöffnet sein, allenfalls fänden dort dann auch die Pausen sowie spezielle Rahmenveranstaltungen statt.

Kulturelle, wirtschaftliche, touristische und sportliche Anlässe
Die eigentliche Eventhalle soll 3'500 Quadratmeter gross werden und multifunktional ausgestattet sein. Sie bietet bis zu 6'000 Personen Platz und richtet sich somit vorallem an kantonal und überregional bedeutende Veranstaltungen. Dazu gehören kulturelle Anlässe wie Konzerte, Musicals, Festivals, Bühnenshows und Ausstellungen. Im Bereich Wirtschaftsanlässe sind nebst bereits bestehenden (ausser WEGA) und neuen Messen auch Business-Events wie grosse Generalversammlungen, Jubiläumsfeiern oder Mitarbeiteranlässe vorgesehen. Kongresse, Tagungen und Forumsveranstaltungen bieten auch für den kantonalen Tourismus und die Gastronomie eine äusserst interessante Entwicklungsmöglichkeit. Und nicht zuletzt könnte die Eventhalle auch für kantonale Sport-Grossanlässe genutzt werden.

Standort im Zentrum des Kantons
Die Initianten haben für das kantonale Kultur- und Erlebniszentrum bereits einen konkreten Standort in Weinfelden im Visier. Die Thurgauer Messe-Hauptstadt ist zentral im Kanton gelegen, aus allen Himmelsrichtungen bestens mit ÖV und Strassennetz erreichbar und verfügt zudem bereits über entsprechendes Knowhow im Event-Business. Der Standort auf dem Parkplatz «Im Roos», wo die Thurgauer Kantonalbank ihr Betriebszentrum hat und weitere kantonale Stellen untergebracht sind, ist ideal am westlichen Eingangstor zu Weinfelden gelegen. Der Bahnhof ist nur 9 Minuten Fussweg entfernt. Die betroffenen Grundeigentümer stehen dem Projekt sehr offen gegenüber. Die Stadt Weinfelden und die Genossenschaft MESSEN WEINFELDEN beabsichtigen sich ebenfalls finanziell zu beteiligen, den Betrieb würden dann die Profis von MESSEN WEINFELDEN im Rahmen einer eigenen Betriebsgesellschaft sicherstellen. Mit 12 Millionen Franken gehört der beantragte Beitrag aus dem Projektwettbewerb zur Verwendung des Erlöses der TKB-Partizipationsscheine zwar in die Kategorie der Grossprojekte, fällt dort aber eher bescheiden aus. Mit der Bedeutung für den Kanton Thurgau, der Ausstrahlungskraft gegen aussen und der nachhaltigen Wirkung erfüllt das Projekt aus dem Mittelthurgau nicht nur die Kriterien für Projekteingaben, sondern übertrifft diese mit den gebotenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Sport im Thurgau sowie für Produzenten aus dem Kanton sogar.

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„Das gesamte Ecosystem „Messe“ steht unter enormem Druck“, konstatiert Eugen Brunner, Präsident des Verbands EXPO EVENT Swiss LiveCom Association. Aufgrund der notwendigen Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus gilt das vor allem für die Messeveranstalter. Sie tragen am Ende einer komplexen Wertschöpfungskette das grösste Risiko – und agieren insbesondere im Moment an ihrer Belastungsgrenze. Dadurch sind Messen und ihre wichtige wirtschaftliche Funktion als Wirtschaftsförderer und Impulsgeber für Handel, Handwerk und Gewerbe gefährdet. EXPO EVENT fordert daher einen sorgsamen und weitsichtigen Umgang mit Messen und ihren Veranstaltern. Kantonale Behörden sind aufgerufen, an der Entwicklung von Perspektiven mitzuarbeiten, um wichtige Messeplattformen – und ihre Branchen oder Regionen – in die Zukunft zu retten.

(Quelle: Medienmitteilung Expo-Event Schweiz vom 14.04.20)

Messeveranstalter stellen sich als ein tragischer Brennpunkt der Corona-Krise heraus. Über Monate hinweg arbeiten mehrköpfige Teams an der Konzeption und Organisation von Messen. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen können Messeveranstalter ihre Leistung aber nicht einlagern. Das tragische Dilemma in dieser Krise: Der Veranstalter hat zu Beginn einer Messe einen Grossteil seiner Leistung für Aussteller und Besucher bereits erbracht. Den Nutzen dieser Leistung erfahren Aussteller und Besucher aber erst mit der Messe und dem daraus entstehenden Geschäft. Mit dem bundesrätlichen Verbot von Veranstaltungen aller Art, kann dieser Nutzen bis auf weiteres nicht mehr entstehen.

Kein normales unternehmerisches Risiko
Die Messeveranstalter sehen sich daher mit Rückforderungen ihrer Aussteller konfrontiert, obwohl sie ihre Leistung bereits grossteils erbracht haben. Wir haben es hier also nicht mit dem normalen unternehmerischen Risiko zu tun. Mittelfristig führt dies zu einer düsteren Perspektive für die Veranstalter und den Mittelstand der Schweiz. Wenn sie nämlich die Rückforderungen ihrer Aussteller bedienen, fehlen ihnen die Mittel, um neue Messen für die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Und dann wird es viele Messen und ihre stimulierenden Effekte für KMU wohl nicht mehr geben.

Grosser gesamtgesellschaftlicher Nutzen
Wie man es auch dreht und wendet: Der Schaden bleibt im Ecosystem „Messe" haften. Entweder die Aussteller verlieren ihre Teilnahmebeiträge ganz oder teilweise. Oder aber der Veranstalter wird, als letzter in der Wertschöpfungskette, geschröpft und muss seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Da sind die gewährten Kredite eine langfristige Hypothek, welche nur schwer wieder abzubauen ist. In einer Zeit, in der viele nach Staatshilfen rufen, kommt es auf den gesamtgesellschaftlichen Nutzen an. Bei Messen ist dieser klar: Sie übernehmen wichtige Funktionen der Wirtschaftsförderung - und beim Wiederanlauf der Wirtschaft. Für viele KMU ist die Messe der wichtigste Vertriebskanal, um ihre Jahresauslastung zu sichern.

Verantwortungsvolles Handeln gefordert
Aus diesem Grund ruft EXPO EVENT die Kantone zu verantwortungsbewusstem Handeln in ihrer Funktion als Wirtschaftsförderer und Bewahrer der öffentlichen Daseinsvorsorge auf. Messeveranstalter brauchen einen kantonalen Ansprechpartner, der in dieser verzwickten Lage aufmerksam zuhört. Und der vor allem wirksame Hilfsangebote zur Verfügung stellt, um dem volkswirtschaftlichen Dilemma etwas entgegenzustellen. Ausserdem benötigt die Messewirtschaft eine klare Wiederaufnahmeperspektive - und sei es unter Auflagen - spätestens für den Herbst 2020. Sonst droht einer ganzen Branche das Aus.

Die Messe-Hauptstadt des Kantons Thurgau hat auch im Jahr 2020 wieder einiges zu bieten. Gleich drei Veranstaltungen feiern runde Jubiläen. Die WEGA, die wichtigste Thurgauer Messe, wartet zudem mit einer neuen innovativen Auftrittsform für potenzielle Mitwirkende und einer grossen kantonalen Sonderschau auf.

Frühlingsmessen im Zeichen zweier Jubiläen
Den Anfang in das Messe-Jahr 2020 machen wie gehabt die inhaus zusammen mit der «die50plus» (28. Februar bis 1. März 2020). Die inhaus – Ostschweizer Messe für Wohnen, Haus + Garten – feiert in diesem Jahr ihre 10. Ausgabe und präsentiert mehr als 80 Führende ihres Fachs, welche Neuheiten und Trends fürs schöne Wohnen zeigen. Diverse Sonderausstellungen, u.a. die Ostschweizer Regional-Meisterschaft der Elektro-Installateurinnen- und Installateure, sowie Kurz-Vorträge zu aktuellen Bau- und Wohnthemen runden das Programm der Jubiläums-Messe ab. Am Freitagabend steht zudem ein grosser Jubiläums-Apéro auf dem Programm, zu dem alle Besucher eingeladen sind.

Parallel zur inhaus findet wiederum die «die50plus»-Messe statt. Die Ostschweizer Themen-Messe mit spannenden Inputs für die zweite Lebenshälfte präsentiert in diesem Jahr viele Highlights: Spannende Aussteller, zahlreiche Kurzvorträge, abwechslungsreiche Kochshows, interessante Mitmach-Programme und eine Lesung mit dem Weinfelder Schriftsteller Peter Stamm sorgen dafür, dass Weinfelden Ende Februar wieder zum Treffpunkt für «Best Ager» aus der Nordostschweiz wird.

Eine Woche später, vom 5. bis 8. März, findet bereits zum 20. Mal die Wein- und Genussmesse Schlaraffia statt. Die beliebte Messe für Feinschmecker bietet mit den Kochshows, den beliebten Schlaraffia-Diners und zahlreichen Aktivitäten bei den Ausstellern ein vielfältiges Programm. Produzenten aus nah und fern präsentieren Weine und Spezialitäten und verwöhnen die Besuchenden sensorisch und kulinarisch.

Berufsmesse jährt sich zum 10. Mal
Mit der Berufsmesse Thurgau feiert eine dritte Messe im bevorstehenden Jahr ihr Jubiläum. Die Veranstaltung des Thurgauer Gewerbeverbandes jährt sich vom 17. bis 19. September 2020 zum 10. Mal. Die Thurgauer Plattform für die Berufswahl wird auch an ihrer Jubiläumsausgabe wieder ein Publikumsmagnet für Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen und Interessierte sein. Die Besucher (2019 kamen rund 8‘000) sind jeweils besonders von der praxisnahen und interaktiven Präsentation der Berufe angetan.

WEGA 2020: Neue Auftrittsformen in WEGA-Erlebniswelt
Die WEGA (24. bis 28. September 2020) wartet bei ihrer 69. Ausgabe mit einer innovativen Neuheit auf: In einer eigens für die WEGA konzipierten Erlebniswelt können Unternehmen Produkte und Dienstleistungen, die das Leben der Thurgauerinnen und Thurgauer komfortabler und besser machen, mittels ganz speziellen Inszenierungen präsentieren. Nebst klassischen Messe-Ständen wird interessierten Firmen und Organisationen mit dieser neuen Erlebniswelt eine ganz innovative Auftrittsform geboten, die vor allem auch weniger organisatorischen, personellen und finanziellen Aufwand beinhaltet. Ausstellern wird empfohlen sich bis Ende März für die Teilnahme an der WEGA 2020 anzumelden, um einen der beliebten Standplätze (oder neuen Auftritte) zu ergattern.

Grosse Sonderschau für grosse Jubiläen
Gleich zwei namhafte Wirtschafts-Organisationen feiern im kommenden Jahr ein grosses Jubiläum: Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Industrie- und Handelskammer Thurgau (IHK) sowie des 100-Jahr-Jubiläums des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) wird im Rahmen der WEGA 2020 unter dem Titel «Am Puls der Thurgauer Wirtschaft» eine grosse kantonale Sonderschau organisiert. Zahlreiche Industriebetriebe aus dem Thurgau erhalten die Möglichkeit sich und ihre Kompetenzen erlebnisreich der Thurgauer Bevölkerung zu präsentieren. Zudem werden auch Jobangebote im Kanton vorgestellt.

4 x 5 Rezepte für die Lehrzeit
Den Abschluss macht der 18. Lehrlingstag, der am Montag, 23. November 2020, geplant ist. Die Forumsveranstaltung bietet 4 x 5 Tipps für den Arbeitsalltag von Lernenden und Ausbildnern. Schnell anmelden lohnt sich, denn der Anlass war letztes Jahr wiederum komplett ausverkauft.