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Vom 15. bis 25. April präsentieren Thurgauer Gartenbaubetriebe im Rahmen der Freiluft-Gartenschau FLORA21 in Weinfelden bunte, frühlingshafte Showgärten und aktuelle Gartentrends. Am ersten Wochenende (17./18. April) findet zudem ein grosser Garten-Markt für Pflanzen statt. Vorträge und Führungen zu Garten-Themen runden das vielfältige Angebot ab.

«Mit der FLORA21 wollen wir die Vielfalt sowie die Bedeutung der Gärtner- und Gartenbau-Betriebe in unserem Kanton aufzeigen», erklärt Viktor Gschwend, Präsident des Branchenverbandes JardinSuisse Thurgau und Veranstalter der Freiluft-Ausstellung FLORA21. «Die Besucher können auf erlebnisreiche Art die Leistungen und Kompetenzen der jeweiligen Firmen entdecken und deren Angebot kennenlernen. Zudem ist eine solche Gartenausstellung auch einfach schön anzuschauen». Eine ähnliche hat das letzte Mal 2016 in Weinfelden stattgefunden, damals aber noch unter einem anderen Namen. Highlight der Garten-Expo sind 12 liebevoll hergerichtete und blühende Showgärten auf dem Marktplatz Weinfelden. Derzeit werden auch noch einige weitere informative Sonderthemen geplant. Zudem findet am ersten Wochenende (17./18. April) auf dem gegenüberliegenden Pestalozzi-Schulhausplatz ein grosser Garten-Markt der Thurgauer Gärtnerbetriebe für Pflanzen und Gefässe statt.

Vorträge und Führungen
Die Freiluft-Gartenausstellung auf dem Marktplatz kann während 10 Tagen frei zugänglich besucht werden. Es wird kein Eintritt verlangt. Da es sich hierbei nicht um eine Veranstaltung handelt und da die Ausstellung unter freiem Himmel stattfindet, sollte der Durchführung auch in Corona-Zeiten nichts im Wege stehen. Es ist genügend Platz vorhanden, so dass die dann aktuellen Schutzmassnahmen bestens eingehalten werden können. Für diejenigen, die sich noch etwas tiefer mit Gartenthemen auseinandersetzen möchten, werden zudem spannende Vorträge, Workshops und Führungen zu aktuellen Trends durchgeführt. Das Detail-Programm wird Ende März auf der Homepage www.flora21.ch aufgeschaltet. Ausserdem lässt sich eine Besichtigung der Garten-Expo gut mit einem Bummel durch das schöne Städtchen und dem Besuch der zahlreichen Fachgeschäfte sowie der erstklassigen Gaststätten Weinfeldens verbinden. Der Bahnhof ist nur 2 Minuten entfernt und es sind genügend Parkplätze im Parkhaus Felsen vorhanden.

www.flora21.ch

Alle zwei Jahre öffnet die ELBI-EXPO Thurgau ihre Pforten und bietet Elternbildung, Spielspass und Unterhaltung für Gross und Klein an. Da die letzte Durchführung 2019 stattfand, wäre die nächste nun im Mai dieses Jahres geplant gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die TAGEO (Thurgauische Arbeitsgemeinschaft für Elternorganisationen) entschieden, dass die ELBI auf das kommende Jahr verschoben wird. Als neues Durchführungsdatum wurde der Sonntag, 22. Mai 2022 festgelegt.

An der Thurgauer Erlebnis- und Bildungsmesse für die ganze Familie stellen sich jeweils diverse Organisationen aus den Themenbereichen Erziehung und Familie vor. Zahlreiche Vorträge und Podien vermitteln eine Übersicht über Elternbildungsangebote und für die Kinder stehen viele Mitmach- und Spielmöglichkeiten, Shows und Workshops auf dem Programm.

Interessierte Organisationen, die am 22. Mai 2022 gerne bei diesem eintägigen Anlass in Weinfelden mitwirken würden, können sich gerne unter geschaeftsstelle@tageo.ch melden. Weitere Infos: www.tageo.ch

Im Zuge der fehlenden Planungssicherheit aufgrund der Corona-Pandemie werden die beiden Themenmessen «inhaus» und «die50plus», die anfangs März stattgefunden hätten, abgesagt. Die «Schlaraffia» wird auf Wunsch der Aussteller auf Ende Mai 2021 ver-schoben.

Die aktuellen Voraussetzungen der Corona-Pandemie und die fehlende Pla-nungssicherheit lassen keine Durchführung der Weinfelder Frühlingsmessen in der bisherigen Form im März zu. Währenddem sich die Aussteller der «inhaus» und der «die50plus» für eine Verschiebung der Messe auf 2022 aussprechen, ist die Mehrheit der Aussteller der «Schlaraffia» für eine Durchführung im 2021 – allenfalls aber zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr.

Hoffnungsschimmer für die «Schlaraffia»
Die nächste Bau- und Wohnmesse «inhaus» sowie die «die50plus», die Ost-schweizer Messe für die zweite Lebenshälfte, finden demnach zum nächsten Mal vom 4. bis 6. März 2022 statt. Um den Ausstellern der Wein- und Ge-nussmesse «Schlaraffia» dennoch die Präsentation ihrer Produkte und den Be-suchern das Degustieren von Genussprodukten zu ermöglichen, wird diese vorerst auf Ende Mai (27. – 30. Mai 2021) verschoben. Da auch dann noch mit den Auswirkungen des Corona-Virus zu rechnen ist, werden auch alterna-tive Durchführungsformen geprüft. Voraussichtlich im Februar werden die Schlaraffia-Macher entscheiden, ob eine Ersatzveranstaltung durchgeführt werden kann.

Verlust für regionale Wertschöpfung
Die drei Frühlingsmessen in der Thurgauer Messe-Hauptstadt Weinfelden sind jeweils eine wichtige Präsentations-Plattform für knapp 300 Aussteller-Firmen aus den Themenbereichen Wohnen/Bauen, zweite Lebenshälfte und Genuss-produkte. Jährlich informieren sich im Rahmen dieser Veranstaltungen 18'500 Besucherinnen und Besucher über Produkte und aktuelle Trends.

Veranstaltungen tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft anzukurbeln und spielen eine identitätsfördernde Rolle für die Bevölkerung. Deshalb soll in Weinfelden ein Thurgauer Kultur- und Erlebniszentrum für kulturelle, wirtschaftliche, touristische und sportliche Anlässe entstehen. Integriert wäre auch eine Thurgau-Markthalle mit heimischen Nahrungs-, Genuss- und Heilmitteln.

Wiederkehrende Veranstaltungen tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft anzukurbeln und generieren nachhaltig eine hohe Wertschöpfung für die regionale Volkswirtschaft. Zudem haben Events aller Art einen wichtigen emotionalen Effekt: Die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit ihrer Heimat, wenn dort stimmige, als positiv erlebte Veranstaltungen stattfinden. Aus diesem Grund sind Veranstaltungen ein wichtiges Instrument im Standort-Marketing für den Thurgau – sowohl nach aussen als auch nach innen. Nebst mehreren lokalen Veranstaltungsstätten fehlt bisher aber eine Infrastruktur für grössere Veranstaltungen. Eine multifunktionale Kultur- und Eventhalle in der Messe-Hauptstadt Weinfelden soll nun diese Lücke füllen. Die Initianten von MESSEN WEINFELDEN haben zusammen mit der Stadt Weinfelden ein entsprechendes Konzept für den Projektwettbewerb zur Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf der Partizipationsscheine der Thurgauer Kantonalbank eingereicht.

Flexibel nutzbare Markt- und Eventhalle
Die eigentliche Vision dazu stammt aus der «Strategie Thurgau 2040». Dort spricht der Regierungsrat ganz konkret von einer «flexibel nutzbaren Markt- und Eventhalle». Um die Marke Thurgau noch besser erlebbar zu machen, soll auch eine Art «Thurgau-Markt» angegliedert werden, in dem regionale Spezialitäten und Genussprodukte, sowie aus der Region stammende Heilmittel angeboten und präsentiert werden. Die dort inszenierte Erlebniswelt könnte jeweils vor den Veranstaltungen für die Besucher geöffnet sein, allenfalls fänden dort dann auch die Pausen sowie spezielle Rahmenveranstaltungen statt.

Kulturelle, wirtschaftliche, touristische und sportliche Anlässe
Die eigentliche Eventhalle soll 3'500 Quadratmeter gross werden und multifunktional ausgestattet sein. Sie bietet bis zu 6'000 Personen Platz und richtet sich somit vorallem an kantonal und überregional bedeutende Veranstaltungen. Dazu gehören kulturelle Anlässe wie Konzerte, Musicals, Festivals, Bühnenshows und Ausstellungen. Im Bereich Wirtschaftsanlässe sind nebst bereits bestehenden (ausser WEGA) und neuen Messen auch Business-Events wie grosse Generalversammlungen, Jubiläumsfeiern oder Mitarbeiteranlässe vorgesehen. Kongresse, Tagungen und Forumsveranstaltungen bieten auch für den kantonalen Tourismus und die Gastronomie eine äusserst interessante Entwicklungsmöglichkeit. Und nicht zuletzt könnte die Eventhalle auch für kantonale Sport-Grossanlässe genutzt werden.

Standort im Zentrum des Kantons
Die Initianten haben für das kantonale Kultur- und Erlebniszentrum bereits einen konkreten Standort in Weinfelden im Visier. Die Thurgauer Messe-Hauptstadt ist zentral im Kanton gelegen, aus allen Himmelsrichtungen bestens mit ÖV und Strassennetz erreichbar und verfügt zudem bereits über entsprechendes Knowhow im Event-Business. Der Standort auf dem Parkplatz «Im Roos», wo die Thurgauer Kantonalbank ihr Betriebszentrum hat und weitere kantonale Stellen untergebracht sind, ist ideal am westlichen Eingangstor zu Weinfelden gelegen. Der Bahnhof ist nur 9 Minuten Fussweg entfernt. Die betroffenen Grundeigentümer stehen dem Projekt sehr offen gegenüber. Die Stadt Weinfelden und die Genossenschaft MESSEN WEINFELDEN beabsichtigen sich ebenfalls finanziell zu beteiligen, den Betrieb würden dann die Profis von MESSEN WEINFELDEN im Rahmen einer eigenen Betriebsgesellschaft sicherstellen. Mit 12 Millionen Franken gehört der beantragte Beitrag aus dem Projektwettbewerb zur Verwendung des Erlöses der TKB-Partizipationsscheine zwar in die Kategorie der Grossprojekte, fällt dort aber eher bescheiden aus. Mit der Bedeutung für den Kanton Thurgau, der Ausstrahlungskraft gegen aussen und der nachhaltigen Wirkung erfüllt das Projekt aus dem Mittelthurgau nicht nur die Kriterien für Projekteingaben, sondern übertrifft diese mit den gebotenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Sport im Thurgau sowie für Produzenten aus dem Kanton sogar.

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„Das gesamte Ecosystem „Messe“ steht unter enormem Druck“, konstatiert Eugen Brunner, Präsident des Verbands EXPO EVENT Swiss LiveCom Association. Aufgrund der notwendigen Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus gilt das vor allem für die Messeveranstalter. Sie tragen am Ende einer komplexen Wertschöpfungskette das grösste Risiko – und agieren insbesondere im Moment an ihrer Belastungsgrenze. Dadurch sind Messen und ihre wichtige wirtschaftliche Funktion als Wirtschaftsförderer und Impulsgeber für Handel, Handwerk und Gewerbe gefährdet. EXPO EVENT fordert daher einen sorgsamen und weitsichtigen Umgang mit Messen und ihren Veranstaltern. Kantonale Behörden sind aufgerufen, an der Entwicklung von Perspektiven mitzuarbeiten, um wichtige Messeplattformen – und ihre Branchen oder Regionen – in die Zukunft zu retten.

(Quelle: Medienmitteilung Expo-Event Schweiz vom 14.04.20)

Messeveranstalter stellen sich als ein tragischer Brennpunkt der Corona-Krise heraus. Über Monate hinweg arbeiten mehrköpfige Teams an der Konzeption und Organisation von Messen. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen können Messeveranstalter ihre Leistung aber nicht einlagern. Das tragische Dilemma in dieser Krise: Der Veranstalter hat zu Beginn einer Messe einen Grossteil seiner Leistung für Aussteller und Besucher bereits erbracht. Den Nutzen dieser Leistung erfahren Aussteller und Besucher aber erst mit der Messe und dem daraus entstehenden Geschäft. Mit dem bundesrätlichen Verbot von Veranstaltungen aller Art, kann dieser Nutzen bis auf weiteres nicht mehr entstehen.

Kein normales unternehmerisches Risiko
Die Messeveranstalter sehen sich daher mit Rückforderungen ihrer Aussteller konfrontiert, obwohl sie ihre Leistung bereits grossteils erbracht haben. Wir haben es hier also nicht mit dem normalen unternehmerischen Risiko zu tun. Mittelfristig führt dies zu einer düsteren Perspektive für die Veranstalter und den Mittelstand der Schweiz. Wenn sie nämlich die Rückforderungen ihrer Aussteller bedienen, fehlen ihnen die Mittel, um neue Messen für die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Und dann wird es viele Messen und ihre stimulierenden Effekte für KMU wohl nicht mehr geben.

Grosser gesamtgesellschaftlicher Nutzen
Wie man es auch dreht und wendet: Der Schaden bleibt im Ecosystem „Messe" haften. Entweder die Aussteller verlieren ihre Teilnahmebeiträge ganz oder teilweise. Oder aber der Veranstalter wird, als letzter in der Wertschöpfungskette, geschröpft und muss seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Da sind die gewährten Kredite eine langfristige Hypothek, welche nur schwer wieder abzubauen ist. In einer Zeit, in der viele nach Staatshilfen rufen, kommt es auf den gesamtgesellschaftlichen Nutzen an. Bei Messen ist dieser klar: Sie übernehmen wichtige Funktionen der Wirtschaftsförderung - und beim Wiederanlauf der Wirtschaft. Für viele KMU ist die Messe der wichtigste Vertriebskanal, um ihre Jahresauslastung zu sichern.

Verantwortungsvolles Handeln gefordert
Aus diesem Grund ruft EXPO EVENT die Kantone zu verantwortungsbewusstem Handeln in ihrer Funktion als Wirtschaftsförderer und Bewahrer der öffentlichen Daseinsvorsorge auf. Messeveranstalter brauchen einen kantonalen Ansprechpartner, der in dieser verzwickten Lage aufmerksam zuhört. Und der vor allem wirksame Hilfsangebote zur Verfügung stellt, um dem volkswirtschaftlichen Dilemma etwas entgegenzustellen. Ausserdem benötigt die Messewirtschaft eine klare Wiederaufnahmeperspektive - und sei es unter Auflagen - spätestens für den Herbst 2020. Sonst droht einer ganzen Branche das Aus.